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Sunday, February 7, 2016

Betty Page as Dejah Thoris - Pierangelo Boog

Betty Page as Dejah Thoris - Pencil on Paper
My new artbook is available by www.pierangeloboog.com

Saturday, February 6, 2016

Kinder- und Hausmärchen illustriert von Hermann Vogel, 5. Teil





...und dann ging er ihr auch nach in das Feld und barg sich in einem Busch auf der Wiese.

Da sprach die falsche Braut: "Die ist nichts besseres wert, als dass sie splinternackt ausgezogen und in ein Fass gesteckt wird, das inwendig mit spitzen Nägeln beschlagen ist; und zwei weisse Pferde müssen vorgespannt werden, die sie Gasse auf  Gasse ab zu Tode schleifen".


Da war ein Bauer, der hatte drei Pferde, davon kriegte eins ein junges Füllchen, das lief weg und legte sich mitten zwischen zwei Ochsen, die vor dem Wagen waren.

Also stand der Bauer am andern Tag da und fischte auf einem trockenen Platz. Wie der König vorbei kam und das sah, schickte er seinen Laufer hin, der sollte fragen, was der närrische Mann vorhätte.



Wie nun der erste Bediente mit einer Schüssel schönem Essen kam, stiess der Bauer seine Frau an und sagte: "Grete, das war der erste", und meinte, es wäre derjenige, welcher das erste Essen brächte. Der Bediente  aber meinte, er hätte damit sagen wollen: "Das ist der erste Dieb", und weil er's nun wirklich war, ward ihm angst,...


Zur Sommerszeit gingen der Bär und der Wolf  im Wald spazieren, da hörte der Bär so schönen Gesang von einem Vogel und sprach: "Bruder Wolf, was ist das für ein Vogel, der so schön singt?"




Als der Tag anbrach, wo die Schlacht sollte geliefert werden, hu, da kam das vierfüssige Getier daher gerannt mit Gebraus, dass die Erde zitterte; Zaunkönig mit seiner Armee kam auch durch die Luft daher, die schnurrte und schrie und schwärmte, dass einem Angst wurde; und gingen sie da von beiden Seiten an einander.

Da kroch der Bär in der grössten Angst hin und tat Abitte. Jetzt waren die jungen Zaunkönige erst zufrieden, setzten sich zusammen, assen und tranken und machten sich lustig bis spät in die Nacht.




Da setzte sich der Reiche auf und holte den lieben Gott ein,...



Da sah er einen Leiterwagen heranfahren und eine Frau stand mitten darauf, statt auf dem Gebund Stroh zu sitzen, das neben ihr lag, oder neben dem Ochsen herzugehen und sie zu leiten. Der Bauer dachte: "Das ist wohl eine, wie du sie suchst", sprang auf und lief vor dem Wagen hin und her, wie einer, der nicht recht gescheit ist.

"Habt ihr nicht den Mann gesehen", rief ihm der Junge zu, "der aus dem Himmel gekommen ist?" "Ja", antwortete er, " der hat sich wieder auf den Rückweg gemacht und ist den Berg dort hinaufgegangen, von wo er's etwas näher hat. Ihr könnt ihn noch einholen, wenn ihr etwas scharf reitet."





Wednesday, February 3, 2016

William Robertson Smith Stott: Book Illustrations

William Robertson Smith Stott was born in Aberdeen, Scotland, on 5 August 1878, the youngest of nine children of joiner/carpenter Alexander Stott and his wife Margaret (nee Petrie). Little is known about him.
Stott was raised in Aberdeen but subsequently moved to London. He was active as an artist from around 1905 and, by the early 1920s, was living at 14a Cheyne Row, Chelsea, London.His book illustrations included numerous romantic historical adventures, including an edition of Kidnapped by Robert Louis Stevenson (Cassell, 1913) published with 8 colour plates by Stott. Other books illustrated by Stott include Pioneers of Australia (c.1910), The Romance of Canada (c.1910) and The Romance of India (c.1913), all edited by Herbert Strang, Two Dover Boys; or, Captured by Corsairs by Gertrude Hollis (1911), Hawkwood the Brave by William Beck (1911), The Ferry House Girls by Bessie Marchant (1912), The Air Scout by Herbert Strang (1912), The Adventurous Seven by Bessie Marchant (1914), Brave Deeds of the War by Donald A. Mackenzie (with others, 1916) and The History of Tom Jones by Henry Fielding (1934). Stott died at Belgravia Nursing Home on 19 December 1939, aged 61.



 Frontispiece
Gold-washing on the banks of the frazer

At close quarters with the buffalo

A difficult landing

An exchange of salutations on the prairie

Endpaper


Frontispiece
Governor Philip and his officers celebrate the raising of the British flag


Buckley's return to civilsation

The first landing on the site of Melbourne

A street in the Bendigo District at the time of the gold rush


1914

 Frontispiece
The Doctor's cane came cutting through the air

Saying goodbye to Mr. Runciman

Early morning in camp

 Poured past the overturned wagon

Gave them both his blessings




Sunday, January 31, 2016

Max Vogel: Illustrationen zu Die Töchter des Konsuls von Balduin Möllhausen

Max Vogel (1871–1921) war Maler, Zeichner, Grafiker und Illustrator. Heinrich Max Vogel, so der vollständige Name, wurde in Dresden geboren. Er erlernte das Malen und Gestalten von 1885 bis 1897 an der Kunstgewerbeschule in Dresden und fortführend von 1893 bis 1897 an der Kunstakademie München. Als Wohnsitz ist uns Niederwartha bei Dresden bekannt. Neben Gemälden illustrierte er zahlreiche Jugendbücher und war Mitarbeiter der Fliegenden Blätter. Max Vogel verstarb 1921. Er illustrierte die Novelle Die Grafen Peltrière für Walther Kabel, die in der Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens, 1915, Bd. 3 erscheinen ist. Ferner schuf er Bilder für zwei Romane von Balduin Möllhausen: Die beiden Jachten, 1906 und Die Töchter des Konsuls,  1907 und zwar für die Möllhausen-Ausgaben des Verlages Paul List.
Heinrich Balduin Möllhausen (1825-1905) war Forschungsreisender, Begleiter von Herzog Paul Wilhelm von Würtemberg auf einer Reise in die südlichen Rocky Mountains. Er nahm auch  an zwei amerikanischen Regierungsexpeditionen teil. Zudem war er Maler und Zeichner. Aber er war auch ein bekannter  Schriftsteller von 1860 bis zur Jahrhundertwende. Leider ist er heute vergessen. Seine Romane spielen meist auf zwei Kontinenten: Amerika und Europa.


Beide trugen Büchsen auf den Schultern, im Gurt in indianisch verzierter Lederscheide das gewöhnliche Messer mit einfachem Holzgriff, und neben diesem ein leichtes Beil. Ihre Pferde führten sie hinter sich am Zügel...

Mir begegnend, wiesen sie auf mehrere rohe Gesellen, die ihnen folgten, und befragten mich ängstlich um die Richtung des nächsten Weges.

 Entsetzt eilte ich ins Haus und nach meines Vaters Zimmer,...

 "Berge von Schnee fliegen herüber!" rief das seltsame Weib in gebrochenen Englisch von seinem hohen Standpunkt herab.

 Vereinzelte Gestalten bewegten sich auf dem Hofe umher. Männer, eingehüllt in Bisonhäute und farbige Decken, und andere, die das lederne Jagdhemd oder den Rock von rauhem Deckenstoff um die Hüfte zusammengeschnürt hatten, gingen mit der dem fernen Westen eigentümlichen Gemächlichkeit ab und zu.

 "Es muss so sein," entschied Rattel, und sie schien ihre Worte wieder aus den züngelnden Flammen heraus zu suchen. "Hier ist ein Streifen von dem Rock des Jägers. Ich werde ihn verbrennen, und wie Asche verfliegt Lilacs Sehnsucht nach ihm...

 Dann ritt er im Galopp an den sechs eingespannten aultieren vorbei, und den zusammengerollten  Lasso schwingend, liess er ihn klatschend auf jedes  Paar niedersinken.

 "Wer sagte, dass der Schnee weisse Männer begraben würde?" rief sie laut aus, und wild schwang sie die nackten, hageren Arme.

Auf halber Höhe hielt sie an, um den bedächtiger nachfolgenden Wenzel zu erwarten, und gleich darauf waren sie in einem Chaos von Schneebänken verschwunden.

"Wir befinden uns nicht allein in dieser Schneewüste! Dort kommen Menschen!"

Der Abend war hereingebrochen und im Halbkreis sass man vor dem geräumigen Kamin.

Nur dem Monde schenkte sie erhöhte Aufmerksamkeit, wie ihn fragend nach den Ursachen ihrer Ratlosigkeit.

Lilac hatte während der Mitteilungen ihrer Grossmutter die Augen geschlossen. Die flackernden Flammen beleuchteten voll ihr schönes Antlitz.

Stephaniens Antlitz offenbarte dagegen eine gewisse Enttäuschung. Die Worte der Oglala-Frau galten ihr als gleichbedeutend mit dem Winde, der draussen um die Ecke des Forts brauste.

"Spreche die weise Frau der Oglala-Dakotas; meine Ohren sind offen", antwortete Chrainge düster.

Länger hafteten ihre Blicke auf dem Antlitz Wenzels, dessen Haupt erhöht ruhte, so dass die Beleuchtung und Wärme des Feuers es streiften.

Als Roupideau den höheren Talsaum erreichte, wo der Weg in seinem heimatlichen Winkel abbog, schaute er zurück. Die Sonne hatte sich abendlich gerötet, lieblich schmückend die herbstliche graue Talmulde und die Zinnen des Bluffs.

"Herr Wenzel", sprach sie, sich der Leute wegen ihrer Muttersprache bedienend, und in ihren Augen glühte ein Zornesfunken, " sind Sie in der Tat willens, den kindischen Anschauungen gänzlich ungebildeter Gemüter nachzugeben?"


Lilac hatte den Pfeiler erstiegen, von dem aus sie Talmulde in ihrem ganzen Umfange zu übersehen  vermochte.

Die Lippen, lieblich geformt, waren wie in einem Schmerze zusammengepresst. Und ein ähnlicher Ausdruck ruhte in ihrem Blick, indem sie ihre Worte an greisen Begleiter richtete.

"Glaube nicht, liebe Marianne, dass mein Vater danach strebt, sich seines letzten Besitzes zu entäussern."

In diesem Augenblick trat Volper hinter der Hütte hervor, um den Scheidegruss mit ihr zu wechseln. Die Mütze trug er in der Hand; auf seinem wohlgebildeten Antlitz spielte ein kindlich einfältiges Lächeln.

Volper war in die Tür getreten. Neben ihm stand die Ziege.

"Steht das alles da geschrieben?" fragte Marianne, nachdem Agathe ihr die Weissagungen langsam vorgelesen hatte.

Oben angekommen, sah er über die sich vor ihm ausdehnende stille Wasserfläche hin. Mehrere kleine Fahrzeuge, augenscheinlich Fischerbote, belebten spärlich den blauen Wasserspiegel.

Eine alte Schiffskiste war das vornehmste Möbel. Sie diente zugleich als Bank. Vor ihr stand ein Tisch mit dem angekündigten Mahl.

"Verständig gehandelt", gab Karg zu, und auf seinem Antlitz prägte sich aus, dass er alle nur denkbaren Möglichkeiten erwog....

...liess Frau Claus, in ihrem breiten ehrlichen Gesicht den Ausdruck tiefen Erstaunens, sich auf einen mit Büchern bedeckten Stuhl nieder, vor sich den Teller haltend und die Blicke fest auf die schmalen Lippen ihres Mieters gerichtet.

"Aus Amerika", lispelte Marianne. Dann schien körperliche Schwäche sie zu übermannen. Sie neigte das Haupt, und als hätten die Füsse ihren Dienst versagt, setzte sie sich auf den Rasen der erhöhten Wegeinfassung nieder, das Gesicht in die auf ihren Knien ruhenden Hände bergend.

Drei schattenähnliche gestalten schlichen durch den Torweg der Friedhofsmauer und näherten sich dem Eingang der Kapelle.

"Mein Vater, mein armer Vater," sprach Wenzel vor sich hin; hastig öffnete er die Rolle. "Sollen wir da erfahren, was er vor der Welt verheimlichte?" sagte er stockend.

"Nein, Marianne, das - das - ist unmöglich," lispelte der alte Mann entsetzt.

Als sich die Tür aber öffnete, da stand er aufrecht neben dem Schreibtisch, mit der linken Hand sich auf diesen stützend, die rechte auf der Brust unter seinem Rock geschoben.

...hatte er sich auf die der Tür am nächsten befindliche Bank gesetzt, den Rücken an den festen Tisch anlehnend und die Füsse weit von sich gestreckt. Vor ihm brannte ein kleines Feuer...

"Strandwenzel," sprach sie mit einem Anflug von Spott, "was gäben Sie jetzt darum, hätte die Mordwaffe sich nicht in dem Bereich Ihrer Hände befunden?" "Viel gäbe ich drum, hätten sie dir den Mund auf ewig gestopft", antwortete der ergraute Bösewicht...

...wo auf einer bemoosten Steinbank der Strandwenzel sass. Die Hände des ergrauten Verbrechers waren ihm auf den Rücken zusammengeschnürt.

"Nicht ganz," erwiderte Eichwerder, wie im Geiste mit anderen Dingen beschäftigt, "doch geduldet euch, die weiteren Verhandlungen werden auch das letzte Rätsel lösen." Er wies auf Marianne, die, wie bereits dem Tode verfallen, sich in dem Armstuhl zurückgelehnt hatte.

Und sie legte ihre dürre Hand bezeichnend auf Lilacs Brust, wo die zweifarbige Haarflechte verborgen ruhte.

Finster betrachtete Chrainge sein blutiges Werk.