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Friday, May 22, 2015

Last Part, Jules Verne: Mathias Sandorf illustrated by Zdenek Burian and Léon Benett

                                              
Vierter Teil
Illustrationen von Zdenek Burian

Dustcover, Edition 1956

Namir war Sarcany in Gedanken und in Taten sogar noch enger verbunden als es Zirone je hätte sein können. Sie war bereit jedes Verbrechen für ihr Ziehkind zu begehen, und sollte es auch ihr Leben kosten. Sarcany wiederum wusste, dass er Namir wie keinem zweiten Menschen auf der Welt vertrauen durfte, und so hatte er sie jetzt nach Gibraltar gerufen, um sie mit einer besonders heiklen Aufgabe zu betrauen. Es ging um Carpena, der für Sarcany eine Gefahr zu werden drohte.

Doch kaum hatte der Gouverneur den Satz ausgesprochen, als sich Carpena ohne Vorwarnung ins Meer warf...
"Der Mann...?"sagte der Doktor Antekirrt statt jeder Begrüssung. "...ist gleich nach dem Sprung vom Felsen von unserem Boot aufgenpmmen worden. Ich habe ihn in einer Kabine im Vorderdeck einsperren lassen", entgegnete Luigi.

 Kap Pescada und Kap Matifu waren immer noch fünzig  Schritt von dem Wahnsinnigen entfernt, als er plötzlich den Pfad verliess und auf einen kleinen Felsvorsprung zustürzte. Mehrere hundert Fuss tief unter ihm toste die Brandung. Wollte er seinem elenden Leben durch den Sprung in den Abgrund ein Ende machen?

In der nächsten Sekunde, gerade, als Silas Toronthal zum Sprung in die Tiefe ansetzte, packte Kap Matifu zu.

Als Luigi Ferrato seien Zelle betrat, erhob sich der Bankier, doch auf eine Handbewegung des jungen Mannes hin liess er sich sofort wieder auf den Stuhl sinken. Es enspann sich ein knapper Dialog."Sie sind Silas Toronthal, ehemaliger Bankier aus Triest, zuletzt wohnhaft in Ragusa?" sagte Luigi. "Ich werde Ihre Frage nicht beantworten", entgegnete der Bankier.

Illustrationen von Léon Benett

Die Strafkolonie von Ceuta



Doktor Antekirrts Experiment




Siebzehnmal





Mit Gottes Hilfe!


Die Erscheinung



Fünfter Teil
Illustrationen von Zdenek Burian
"Peter...Peter Bathory!" Silas Toronthals vermochte nur noch zu stammeln, und er wäre zu Boden gesunken, Hätte ihn Kap Matifus eiserner Griff nicht am Unfallen gehindert.




"Im beiderseitigen Interesse sollten Sie freiwillig in die Eheschliessung einwilligen - freiwillig, verstehen Sie mich?" "Wir haben noch nie gemeinsame Interessen gehabt und werden auch keine haben, Herr Sarcany!"

Sie hielten sich dicht hinter den Zinnen und hatten schon fast das Seil erreicht, als ein Wächter oben im Turm einen Warnruf ausstiess. Beinahe im gleichen Augenblick warf sich schon ein zweiter Mann auf Kap Pescada; Namir kam auf die Terrasse herausgestürzt, und unten im Hof liefen die Sidi Hazams Leute zusammen.


Da fiel Kap Matifus Blick auf ein Feldgeschütz, das mit zerschossener Lafette im Sand lag. Er stürzte sich auf das Kanonenrohr, stellte fest, dass es noch geladen war, schob es mit übermenschlicher Anstrengung über einen flachen Felsblock und umklammerte seine Zapfen mit den Fäusten, so dass es nicht wieder zu Boden rollen konnte. Dann schrie er nach Kap Pescada. Sein Kompagnon erfasste blitzschnell die Situation. Im Handumdrehen hatte er das Rohr genau auf den Polacker ausgerichtet und gab Feuer.

Graf Sandorf hatte den Satz kaum beendet, als eine furchtbare Detonation das Stadthaus, ja die ganze Insel erschütterte.

Illustrationen von Léon Benett

Kap Matifus Schraubstock




 Das Fest der Störche


Im Hause des Sidi Hazam



Antekirrta




 Das Strafgericht

Wednesday, May 20, 2015

"The Huntress" - oil painting from Pierangelo Boog


"The Huntress"
Oil on Masonite, 42 x 60 cm

Sunday, May 17, 2015

3. Teil, Jules Verne: Mathias Sandorf illustrated by Zdenek Burian and Léon Benett

Dritter Teil

Illustrationen von Zdenek Burian

Der Körper Peter Bathorys wurde zu einem spindelförmigen Bootskörper gebracht.

Von Vergangenem: Die Erzählung Mathias Sandorfs, jetzt Doktor Antekirrt

 Zwei Stunden später nahm der Dampfer Kurs auf die Fahrrinne des Hafens und für mich wurde es Zeit, mein Versteck zu verlassen; bald würde der Lotse an Bord genommen werden. Ich machte aus meinen Kleidern ein Bündel, band es mir um den Hals und liess mich vorsichtig ins Wasser gleiten. Eine Minute später hatte ich bereits das Schiff aus den Augen verloren.

Dreissig Minuten später ging ich bei ruhiger See an einem brandungsfreien Uferstreifen an Land. Ich zog mich sofort in den Schutz einiger Felsbrocken zurück und kleidete mich an.

Was in Ragusa geschah
Das Mädchen drückte die Lippen auf die bleiche Stirn der Mutter, und in diesem Moment schlang Frau Toronthal den Arm um den Hals der Tochter und richtete sich noch einmal halb auf. Den Blick starr auf das Gesicht des Mädchens geheftet keuchte sie: "Sava, Silas Toronthal ist nicht dein Vater, und ich bin nicht deine Mutter. Dein Vater heisst..." Die Stimme brach, der Körper bäumte sich noch einmal auf und sank leblos in die Kissen zurück.

 "Ich spreche Ihnen jede Gewalt über mich ab, mein Herr. Sie sind nicht mein Vater! Und ich heisse nicht Sava Toronthal!" Savas Worte raubten Silas Toronthal die Sprache. Er wich zurück und das Mädchen verliess den Salon, ohne den Bankier noch eines Blickes zu würdigen.

Malta
Und dann geschah ein Wunder:Von Osten her tauchte aus der Nebelwand ein dunkler tanzender Punkt auf; ein kleines Fischerboot mit gerefftem Segel hielt auf die Ferrato zu!

Gegen vier Uhr morgens, beim ersten Tageslicht, hatte sie das Fahrwasser von Valetta erreicht, und kurz darau ging sie am Senglea-Quai, nahe am Marine-Hafen, vor Anker.

Ein scheusslich anzusehender Ganove in schmutzigen Lumpen und verbeultem Hut schwenkte vor den Augen des Doktors ein Taschentuch und rächzte dazu: "Das habe ich Eurer Exzellenz eben gestohlen. Sie sollte auf Ihre Rocktaschen besser achtgeben!" "Ein schlechter Scherz", sagte Doktor Antekirrt ärgerlich. "Ein Scherz schon, aber kein schlechter, Herr Doktor!" Jetzt erkannte Doktor Antekirrt Kap Pescada, und er musste wider Willen lachen...

Aufstief zur Casa Inglese, Sizilien

Wenigstens am Rand der Lavaströme gibt es noch Baumgruppen oder sogar Wäldchen aus Buchen, Eichen und fast schwarzblättrigen Feigenbäumen... Vor ihnen erhob sich nun der Hauptkegel des Ätna...

Währenddessen waren Zirone und seine Bande vorsichtig näher an die Casa Inglese herangerückt.

Kap Pescadas Stimme hören, sich herumwerfen und mit der noch freien Hand einen Schuss auf den kleinen Burschen abgeben war für Zirone das Werk einer Sekunde...


Mit einem letzten mächtigen Sprung war Kap Matifu schon am Kraterrand und warf Zirone in den Feuerschlund.

Illustrationen von Léon Benett


Von Vergangenem und Gegenwärtigem 





 Was in Ragusa geschah



In den Gewässern Maltas






Malta



In der Umgebung von Catania




Die Casa Inglese